Europa

PDG-Präsident Karl-Heinz Lambertz nimmt an europäischen Ministerrat für territoriale Kohäsion teil.


In seiner Eigenschaft als Präsident der Arbeitsgemeinschaft europäischer Grenzregionen (AGEG) hat Parlamentspräsident Lambertz an der Sitzung des europäischen Ministerrates für territoriale Kohäsion teilgenommen, auf dem die territoriale Agenda 2030 verabschiedet worden ist.

Auf Einladung der deutschen Ratspräsidentschaft fand am Dienstag dieser Woche ein informeller europäischer Ministerrat zum Thema des territorialen Zusammenhalts statt. Diese ursprünglich in Leipzig geplante Veranstaltung hat Corona-bedingt im Rahmen einer Videokonferenz eine neue territoriale Agenda verabschiedet, die unter dem Titel “Eine Zukunft für alle Orte” das 1999 an der Schwelle zum neuen Jahrhundert unter einer früheren deutschen Ratspräsidentschaft verabschiedete Europäische Raumentwicklungskonzept fortschreibt und an die neuen Herausforderungen unserer Zeit anpasst.

Die in dieser Agenda festgehaltenen Leitlinien bieten auch der DG einen interessanten Referenzrahmen und Wegweiser für die Gestaltung der Anfang 2020 übernommenen Zuständigkeiten für Raumordnung und Wohnungswesen.

In seinem Redebeitrag auf der Ministerratssitzung hatte Parlamentspräsident Lambertz in Erinnerung gerufen, dass trotz drei Jahrzehnte erfolgreicher Interreg-Programme weiterhin zahlreiche Grenzhemmnisse die grenzüberschreitende Zusammenarbeit überall in Europa behindern und dass bei jeder Krise immer noch ein Grenzschließungsreflex zum Zuge kommt, obschon offene Binnengrenzen eigentlich zur DNA der Europäischen Union gehören. “Wir haben”, so Lambertz, “noch viel zu wenig begriffen, dass wir uns in Krisensituationen in der EU weniger voreinander schützen, sondern vielmehr gegenseitig unterstützen und miteinander einsetzen müssen.”

Die territoriale Agenda 2030 finden Sie hier.

Die Abschrift des Redebeitrags finden Sie hier.